24.09.2010
Wipptal S-Bahn gewinnt beim VCÖ-Mobilitätspreis Österreich

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1. Platz für Tirol:
Wipptal S-Bahn gewinnt beim VCÖ-Mobilitätspreis Österreich in der Kategorie Öffentlicher Verkehr!
Ministerin Bures, Minister Berlakovich und VCÖ überreichen Auszeichnung an LH-Stv. Anton Steixner, VVT-Geschäftsführer DI Mag. Jörg Angerer und Gabriele Lutter, Vorstandsdirektorin der ÖBB-Personenverkehr AG.

VCÖ (Wien, 23. September 2010) - Schöner Erfolg für Tirol beim VCÖ-Mobilitätspreis Österreich: Die Wipptal S-Bahn gewinnt die Kategorie Öffentlicher Verkehr! Heute Abend überreichen Verkehrsministerin Doris Bures, Umweltminister Nikolaus Berlakovich und VCÖ-Geschäftsführer Willi Nowak den VCÖ-Mobilitätspreis an LH-Stv. Anton Steixner und VVT Geschäftsführer Jörg Angerer. Beim VCÖ-Mobilitätspreis wurden 253 innovative Projekte eingereicht, die den Energieverbrauch des Verkehrs verringern.

 

"Die Zeit des billigen Erdöls geht langsam aber sicher zu Ende. Es ist daher im Interesse der privaten Haushalte und der Wirtschaft, den Energieverbrauch des Verkehrs deutlich zu verringern", betont VCÖ-Geschäftsführer Willi Nowak. Beim VCÖ-Mobilitätspreis, der in Kooperation mit dem bmvit und dem Lebensministerium durchgeführt wird, und unter dem Motto "energy.change.mobility" stand, waren Projekte gesucht, die den Energieverbrauch des Verkehrs verringern.

Die Einführung der Wipptal S-Bahn wurde als bestes Projekt in der Kategorie "Öffentlicher Verkehr" ausgezeichnet. Die Einführung der Wipptal S-Bahn durch den Verkehrsverbund Tirol und die ÖBB-Personenverkehr AG Tirol brachte deutliche Verbesserungen für die Fahrgäste: Klimatisierte Niederflurbahnen verbinden Innsbruck und Steinach am Brenner seit Dezember 2008 im 30-Minuten-Takt, zwischen Innsbruck und Brenner fährt der Zug im Stundentakt. Am Wochenende wird zudem ein Nachtzug angeboten. Die Busanschlüsse ins Wipptal wurden auf den neuen Fahrplan abgestimmt. Im Jahr 2009 erreichte der Öffentliche Nahverkehr auf dieser Strecke ein Fahrgastplus von 5,9 Prozent oder 70.000 Fahrgästen. Pünktlichkeit und Kundenzufriedenheit sind gestiegen. "Kurze Wartezeiten und regelmäßige Verbindungen, wie bei der Wipptal S-Bahn umgesetzt, machen den Öffentlichen Nahverkehr attraktiv und ermöglichen vielen Menschen den Umstieg vom Auto auf die energieeffizientere Bahn. Durch solche Projekte wird Österreich unabhängiger vom Erdöl", gratuliert VCÖ-Geschäftsführer Nowak.

Infrastrukturministerin Doris Bures schließt sich der Gratulation an und betont. "Alternativen zu konventionellen Antrieben sind enorm wichtig - allerdings geht es darum, diese in ein Gesamtverkehrssystem zu integrieren. Wir investieren so viel wie noch nie in die Bahninfrastruktur, fördern die Entwicklung umweltschonend betriebener Fahrzeuge und verbessern das Verkehrssystem generell. Wir ermöglichen die Forschung, Entwicklung und praktische Umsetzung der E-Mobilität - hier in Österreich, denn das erzeugt Jobs und Wertschöpfung." Umweltminister Nikolaus Berlakovich stellt fest: "In E-Mobilität liegen mehr Chancen, als man glaubt. Als Umweltminister habe ich über klima:aktiv mobil bereits zahlreiche Initiativen zu umweltfreundlicher Mobilität gestartet. Wir zeigen bei unserer Tour Alternativen zum Auto auf, und schaffen gleichzeitig Bewusstsein. Ich bin überzeugt: Mehr Energieunabhängigkeit ist auch im Verkehr möglich - und nötig, zur CO2-Reduktion."

Die feierliche Preisverleihung fand am Donnerstag Abend im Raiffeisensaal der RZB statt. Neben den beiden Ministern und LH-Stv. Anton Steixner waren unter anderem auch Salzburgs Landesrat Walter Blachfellner, ÖBB-Vorstand Franz Seiser, Wiener Linien Chef Michael Lichtenegger und RZB-Vorstand Johann Strobl anwesend.

 

VCÖ-Mobilitätspreis 2010 "energy.change.mobility" - Die Preisträger


Kategorie Verkehrsunternehmen:
Sieger: Verkehrsverbund Tirol "Einführung der Wipptal S-Bahn", Betrieben dirch die ÖBB-PV Tirol (Tirol) 2. Schig, Siemens, Wr. Linien: "EcoTam" (Wien)

Kategorie Gebietskörperschaften
Sieger: plan b Gemeinden Bregenz, Hard, Kennelbach, Lauterach, Schwarzach und Wolfurt: "ein.kaufen - rad.fahren" (Vorarlberg) 2. Land Salzburg: "Wohnbau im Einzugsgebiet leistungsstarker ÖV-Haltestellen" (Salzburg)

Kategorie Vereine & Organisationen
Sieger: Caritas der Erzdiözese Salzburg "Mobilitätskonzept" (Salzburg)

Kategorie Bildungseinrichtungen:
Sieger: die vier Grazer Universitäten "UniMobil 4U" (Steiermark)

Kategorie Ideen Privatpersonen
Sieger: Ewald Matthias Tauber "Makroökonomische Aspekte bei Vergaberichtlinien öffentlicher Aufträge" (Steiermark)

Kategorie Internationales
Sieger: Stadteil Vauban in Freiburg - autoreduzierte, verkehrsparende Siedlung

Gesamtsieger: Emrich Consulting "Energieausweis für Siedlungen" (NÖ, Wien)