Mehr Angebot, mehr Takt: Neues Öffi-Angebot im Stubai- und Wipptal
Die Öffis im Stubai- und Wipptal erfahren ab 2. Mai einen Qualitätssprung und eine deutliche Mehrleistung. In den beiden Tälern werden bald jährlich 2,8 Millionen Kilometer gefahren. Damit wird das Angebot für die Fahrgäste um 23 Prozent erhöht und es werden mehr Busverbindungen und optimierte Zuganschlüsse im Vergleich geschaffen.
Das Stubaital ist künftig noch besser Richtung Innsbruck erschlossen. Neu ist dabei der Viertelstundentakt im Stubaital mit zusätzlichen Verstärkerbussen.
In den Seitentälern des Wipptals werden die Busverbindungen weiter optimiert und der Busfahrplantakt an das Bahnangebot angepasst. Das Obernberg- und das Gschnitztal sind damit neu an allen Wochentagen mindestens im Stundentakt erschlossen, dasselbe gilt für das Schmirn- und Valsertal unter der Woche zu den Hauptverkehrszeiten. Alle Busse führen zum zentralen Knotenpunkt Bahnhof Steinach. Die Busse sind an den Halbstunden-Schienentakt Richtung Innsbruck und an Schulzeiten angepasst. Aus dem Navistal gelangt man über den Bahnhof Matrei nach Innsbruck. Unverändert bleibt die Verbindung von Steinach über Ellbögen nach Innsbruck.
Insgesamt sind das ganze Stubaital bis zum Gletscher sowie das Wipptal mit seinen Seitentälern ab 2. Mai bestens erschlossen – und das auch aus Orten, die nicht an der Hauptachse liegen. Damit erfährt der öffentliche Verkehr in der Region einen echten Mehrwert und eine markante Angebotsverbesserung.
Vorteile für Einheimische, SchülerInnen, TagesausflüglerInnen und Gäste
Vom verbesserten Angebot profitieren PendlerInnen, SchülerInnen, FreizeitnutzerInnen und Gäste: Mit den Öffis gelangt man zu allen Tageszeiten bequem in die Landeshauptstadt. SchülerInnen erreichen ihre Schule vom Wohnort aus. AusflüglerInnen erreichen Wander- und sonstige Ziele an sieben Tagen die Woche. Für TouristInnen ist die gesamte Region ab Mai bestens erschlossen.
Dichterer Takt und bessere Anbindung an die Schiene und Innsbruck
Der Öffi-Verkehr wird an den Tagesrandzeiten erweitert: 85 Prozent der neu geplanten Linien fahren von Montag bis Samstag von 6 bis 20 Uhr und am Sonntag von 8 bis 18 Uhr. Es gibt einen deutlichen Ausbau am Wochenende sowie an Feiertagen.
Öffi-Verbindungen für SchülerInnen
Das neue Verkehrskonzept berücksichtigt bestmöglich Schulzeiten in verschiedenen Orten. So gibt es zum Beispiel eine Verbindung von Vals oder Schmirn nach Gries am Brenner, damit Schülerinnen dort in die Mittelschule kommen. Die HTL in Fulpmes ist etwa via Umstieg in Schönberg aus dem Wipptal gut erreichbar.
Das neue Öffi-Angebot ist ein deutlicher Qualitätssprung in Sachen Mobilität und ein umfangreicher Beitrag zur Verkehrsentlastung im Stubai- und Wipptal, freut sich Mobilitätslandesrat René Zumtobel: „Dichtere Takte, bessere Anschlüsse an die Bahn und mehr Verbindungen auch in die Seitentäler bringen spürbare Verbesserungen für Pendlerinnen und Pendler, Schülerinnen und Schüler sowie für Gäste. Öffentliche Mobilität muss im Alltag verlässlich, einfach und attraktiv sein – in den Tälern ebenso wie auf den Hauptachsen vom Brenner bis nach Innsbruck.“
SO PROFITIEREN SIE EINZELNEN REGIONEN
Beispiel Stubaital: in Bestzeit mit der maßgeschneiderten Linie durch das ganze Tal
Alle Linien im Stubaital sind gleich schnell in Innsbruck, werden aber über verschiedene Orte geführt: Die Gesamtfahrzeit von ca. 1 Stunde und 15 Minuten aller vier Hauptlinien zwischen Stubaier Gletscher und Innsbruck Hauptbahnhof ist immer dieselbe – unabhängig von der Linienführung. Die bisherigen Schnellkurse in der Früh und am Nachmittag bleiben weiter bestehen. Der VVT empfiehlt Fahrgästen aus dem Stubaital, sich die einzelnen Linienführungen anzuschauen und die beste für die eigenen Bedürfnisse zu suchen. Das geht am besten mit der SmartRideApp, ist aber auch an Fahrplanaushängen an den Haltestellen ersichtlich.
An etwa der Hälfte der Haltestellen besteht mit dem Bus in den Hauptsaisonen – Winter sowie Sommer – alle 15 Minuten eine Fahrtmöglichkeit. In der restlichen Zeit gilt der 15 Minuten-Takt zwischen Innsbruck und Volderau. Der Abschnitt ab Volderau bis zum Gletscher wird dann alle dreißig Minuten bedient.
Beispiel Stubaier Gletscher und StuBay: Ausflugsziele bestens erschlossen
Sowohl der Stubaier Gletscher als auch das Freizeitzentrum StuBay sind aus dem Stubaital und aus Innsbruck auch am Wochenende bestens erreichbar. Der Gletscher ist in der Saison (zu rund zwei Drittel des Jahres) im Viertelstunden- und in der Nebensaison im Halbstundentakt und das an allen Wochentagen erreichbar. Das Freizeitzentrum StuBay ist täglich im Halbstundentakt erreichbar.
Beispiel Telfes: nur mehr die halbe Fahrzeit
Bisher brauchte man von Telfes nach Innsbruck mindestens vierzig Minuten und musste mindestens einmal umsteigen. Ab Mai ist man via Direktverbindung in weniger als einer halben Stunde am Innsbrucker Hauptbahnhof. Die Fahrzeit ist damit wesentlich reduziert. Es bestehen mehr als 20 Verbindungen an Werktagen jeweils in beide Richtungen.
Beispiel Obernberg, Gschnitz und Schmirn: wesentlich erweitertes Angebot
Bislang kam man aus Obernberg und Gschnitz an Werktagen außerhalb der Stoßzeiten nur alle eineinhalb bis zwei Stunden nach Steinach. Nun geht das jede Stunde, mit zusätzlichen Verdichtungen in der Früh und am Abend sogar halbstündlich. In Schmirn wurde der Takt zusätzlich an die Schulanbindung angepasst und das Angebot wesentlich erweitert – am Sonntag stehen zum Beispiel mehr als doppelt so viele Verbindungen nach Steinach zur Verfügung.
Qualitätssprung durch Kooperation mit Partnern in der Region
Insgesamt gilt ein neues und durchdachtes Verkehrskonzept mit zahlreichen Vorteilen. Möglich ist die Umsetzung nur durch eine enge Kooperation zwischen dem Verkehrsverbund Tirol, den Tourismusverbänden, den Gemeinden und den Bergbahnen.
Im September letzten Jahres erfolgte der Zuschlag an das bestbietende Verkehrsunternehmen SAD Austria. Mit einer Laufzeit von zehn Jahren ist die neue Linienführung langfristig gesichert. Darüber freuen sich die PartnerInnen in der Region.
STIMMEN AUS DER REGION
Adrian Siller, Obmann des Tourismusverbands Stubai Tirol, betont: „Für uns als Tourismusverband gehört gute Mobilität einfach zur Lebensqualität im Tal dazu. Deshalb investieren wir stark in den öffentlichen Verkehr – und zwar für Einheimische genauso wie für Gäste. Dass sich die Busverbindungen zwischen Innsbruck und dem Stubaier Gletscher jetzt so verbessern, ist ein richtig großer Schritt nach vorne für das Stubai.“
Reinhard Klier, Vorstand der Bergbahnen Stubaier Gletscher, freut sich über die Zusammenarbeit: „Das neue Verkehrskonzept im Stubaital zeigt, was möglich ist, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen. Das Ergebnis ist ein klarer Mehrwert – für die Bevölkerung genauso wie für unsere Gäste.“
Florian Riedl, Planungsverbandsobmann Wipptal begrüßt das neue Verkehrskonzept: „Die Zusammenarbeit mit dem Stubaital zeigt an diesem Beispiel einen ganz klaren Mehrwert für beide Regionen. Der dichtere Takt in die Seitentäler des Wipptals und ins Stubaital kann als Beispiel angeführt werden. Dafür stellen wir die finanziellen Mittel in der Region zur Verfügung und das kommt direkt bei den Menschen an, die hier leben und täglich unterwegs sind, im Wipptal wie im Stubaital.“
Auch Bürgermeister Daniel Stern/Mieders unterstreicht: „Der Viertelstundentakt ist ein starkes Signal für die Zukunft unserer Region. Gemeinden, Tourismus, Bergbahnen und VVT ziehen dabei an einem Strang – mit einem gemeinsamen Ziel: zeitgemäße, klimafreundliche Mobilität für Einheimische, Gäste und kommende Generationen.“
Michael Eller, Obmann des TVB Wipptal betont: „Die direkte Anbindung an die Bahn bringt für Einheimische wie für Gäste einen echten Vorteil und stärkt das Wipptal insgesamt. Besonders für unsere Besucherinnen und Besucher sind die Seitentäler jetzt deutlich einfacher und komfortabler erreichbar.“
„Wenn alle mitziehen, lässt sich viel bewegen. Die Verbesserungen in der Region sind das Ergebnis gemeinsamer Arbeit. Genau so kann die Verkehrswende funktionieren: partnerschaftlich, pragmatisch und mit spürbarem Nutzen für die Menschen.“, fasst VVT-Geschäftsführer Alexander Jug zusammen.
LINIENÜBERSICHT
Weiterhin unverändert verkehren die Linie 560 von Steinach über Ellbögen nach Innsbruck und der Nigthliner 560N von Innsbruck über Ellbögen und Steinach nach Gries.
Stubai: Innsbruck Hauptbahnhof–Stubaier Gletscher mit unterschiedlicher Linienführung
590: Innsbruck Hauptbahnhof–Schönberg–Mieders–Fulpmes HTL–Neustift i. St. Ortsmitte–Milders–Stubaier Gletscher
591: Innsbruck Hauptbahnhof–Schönberg–Mieders Raika–Telfes–Schlick–Medraz Stille–Neustift i. St. Ortsmitte–Milders–Stubaier Gletscher
592: Innsbruck Hauptbahnhof–Schönberg–Mieders–Fulpmes HTL–Neustift i. St. Ortsmitte/Stackler–Stubaier Gletscher
593: Innsbruck Hauptbahnhof–Schönberg–Telfes–Schlick–Medraz Dorf–Neustift i. St. Ortsmitte–Milders–Stubaier Gletscher
594: auf den tatsächlichen Bedarf abgestimmte Schülerkurse
591X: Schnellkurse nachmittags: Innsbruck Hauptbahnhof–Volderau
590N: Nightliner Innsbruck–Schönberg–Mieders–Fulpmes – Neustift
Wipptal
570: (Schönberg) –Steinach Bf.–Obernberg am Brenner
571: Steinach Bf.–Schmirn
572: Steinach Bf.–Vals
573: Stafflach Abzweig St. Jodok–Gries a. Brenner–Vinaders–Nösslach
574: Steinach Bf.–Gschnitz
580: Navis–Matrei
Als Download finden Sie hier Linienübersichten füs Stubai- und Wipptal. Die detaillierten Fahrpläne finden Sie auf https://www.vvt.at/ihre-fahrt/linienfahrplan.